|
 |
 |
 |
 |
 |
Konstruierter Raum |
 |
|
In seinen jüngsten Arbeiten lässt VOLKER LEONHARDT fiktive Stadtlandschaften entstehen, die in ihrer Strenge und Konsequenz eine außergewöhnliche Suggestivkraft entfalten. Mit Hilfe weniger geometrischer Grundformen schafft er Strukturen, die gleichzeitig Klarheit und Komplexität vermitteln. Diese Reduktion wird unterstrichen durch die Ausführung in Schwarz und Weiß, als Großformat in Acryl auf Leinwand sowie als Druckgrafik. LEONHARDT vermag den Betrachter an einen Ort zu bringen, der diesen - je nach Temperament - beunruhigt oder die Sinne weitet. Seine Arbeiten wirken wie Ausschnitte aus einem unendlichen Ganzen und erzeugen damit den Eindruck räumlicher Offenheit, die gleichzeitig gehegt, begrenzt wird. Ob damit ein Gleichnis zur urbanen Realität des Hier und Jetzt gesetzt ist, kann beim Durchschreiten der von LEONHARDT geschaffenen Räume ergründet werden.
Nach einem als Meisterschüler von Rolf Münster abgeschlossenem Studium der Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig zog es VOLKER LEONHARDT, Jahrgang 1963, nach Berlin. Hier entwickelte er seinen unverwechselbaren Stil, der seine Ausbildung in der Leipziger Schule kaum noch ahnen lässt.
Dr. Michael Schäbitz Historiker und Ausstellungskurator
|
 |

|
Struktur | Fläche | Raum |
 |
|
Kein Suchen, sondern Verweilen im Raum. Scheinbare flächige, geometrische Gebilde verdichten sich zu schwerelosen Körpern auf schwarzem Grund. Mitunter streben sie in unfassbarer Geschwindigkeit dem Nichts zu, so dass sich ihre Formen als Gruppen aus Balken, Linien- und Linienbündeln zeigen. In anderen Bildern wirken die Körper wie lautlose Konstrukte im rigorosen Schwarz. Oftmals sind die Formen der Figuren innerhalb eines Bildraumes identisch, klonhafte Körper ohne Unterschiede, geometrische Gebilde in beständigen Wiederholungen, ohne Möglichkeit des individuellen Ausdrucks. „Frei“ im Raum vor- und zurücktretend wird das Bewegungsvermögen durch gänzlich artgleiche Nachbarn eingeschränkt. Ein zeitliches Vorher und Nachher gibt es nicht.
Volker Leonhardt hat an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig studiert. Die Anregungen, welche er hier aufnahm, sind längst verschmolzen mit der Fähigkeit der Wahrnehmung einer surrealen Welt. Nur die hohe Qualität der Ausführung und die Genauigkeit in formalen Fragen der Bildkomposition erinnern an die Leipziger Schule. Konsequent verbindet er mit dem Medium der Lithographie die Eigenschaften des Druckelements mit den Körperdarstellungen, wobei die Drucktechnik für ihn nicht allein handwerkliches Medium ist, sondern Gerüst für eine gleichfalls architekturbezogene Malerei.
Bettina Welzin Kunsthistorikerin
|
 |
 |
|
       
|
 |
 |
|
Last modified on Donnerstag, 11. Oktober 2012 um 01:44:04 Uhr.
|
 |
 |
|
 |